Schöne Sprachpannen

Wie schnell doch so ein Jahr vergeht: Hier ist er wieder, unser schon traditioneller Rückblick auf die schönsten sprachlichen Pannen aus den Medien (Teil 1).

Der Vizebürgermeister einer Gemeinde in NÖ begründete im KURIER, warum er gegen ein sogenanntes Laufhaus, also ein Bordell, im Ortsgebiet ist, wie folgt: „Wir würden sowas ned derblasen.“ Aber schön zu wissen, dass, falls doch, die ganze Gemeinde zusammenhelfen würde.

Eine Schlagzeile aus der Zeitung Österreich: „Gaddafi liebte Schulmädchen“. Unterzeile: „Mit Spürhunden und Kameras suchten die Einsatzkräfte nach Überlebenden.“ Eine Meldung, ebenfalls aus Österreich: „Vom Wirt rausgeschissen, danach zehn Autos demoliert.“ Verständlich, dass der Mann renitent wurde. Dazu passend aus dem Krone-TV-Programm: „9.55 Uhr, Olympia-Studio mit Scheißen.“

Aus dem KURIER, Chronik-Teil: „Schon zum zweiten Mal binnen weniger Wochen wird ein Autohändler aus Wien erschlagen und zerstückelt.“ Der Mann hat offenbar besonders viel Pech. Interessant wäre zu wissen: Wie hat er das erste Mal Erschlagen- und Zerstückelt-Werden überlebt? Über einen schweren Verkehrsunfall berichteten die Oberösterreichischen Nachrichten: „Die Lenkerin war so schwer verletzt, dass sie operiert werden musste. Auch an ihrem Wagen entstand Totalschaden.“ Ebenfalls über einen schweren Unfall berichtete die Zeitung Heute: „Zwei der fünf Insassen wurden von der Feuerwehr aus dem Auto geschleudert.“

ORF.at schrieb: „Arthur Schnitzler, der heuer seinen 150. Geburtstag feierte“. Leider erfuhren wir nicht, ob der rüstige Jubilar alle 150 Kerzen auf einmal ausblies.

Guido Tartarottis Kabarettprogramm „Heini Hemmi“: 11. Jänner, Stadttheater Walfischgasse

(KURIER Freizeit am Samstag) Erstellt am
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