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Anders als in Flachau haben sie im Berner Oberland traditionell einen Stacheldraht ums Geldbörsel gespannt.

Wolfgang Winheim | über Preisgelder im Ski-Weltcup

Alle Winter wieder beschwerten sich die Ski-Damen, dass sie zu sehr im Schatten der Männer stünden. Die Gegenwart sieht anders aus. Lindsey Vonn werden mehr Schlagzeilen gewidmet als jedem anderen Rennläufer, auch wenn an Lindseys medialer Präsenz aktuell auch ein Mannsbild (Golfer Tiger Woods) seinen Anteil hat.

Tina Maze ist mit 318.000 Euro die Preisgeldkönigin dieses Winters. Die Slowenin kassierte schon um 90.000 Euro mehr als Marcel Hirscher.

In Flachau wurde die Siegerin des Nachtslaloms mit 43.750 Euro belohnt. Selbst der Slalom-Zweiten wird ein höheres Honorar überwiesen als am Samstag in Wengen dem Sieger der längsten Männer-Abfahrt auf dem Lauberhorn (26.900 Euro brutto).

Anders als in Flachau haben sie im Berner Oberland traditionell einen Stacheldraht ums Geldbörsel gespannt. In letzteres werden die Schweizer freilich tief greifen müssen, wollen sie Toni Giger (derzeit ÖSV-Forschungschef) als Trainer engagieren. Laut dem Zürcher Blick, der wie Olympiasieger Bernhard Russi das Kommen von Hermann Maiers Ex-Coach fordert, sollen dafür 200.000 Euro lockergemacht werden.

Mann oh Mann, wird sich da ein anderer Österreicher denken, der jetzt schon als angesehener Skichef in der Schweiz amtiert und sich mit ungleich weniger zufriedengibt. Aber Hans Flatscher ist ja auch nur Trainer der viel erfolgreicheren Schweizer ... Damen.

Erstellt am 16.01.2013