├╝ber Schaulustige, die mit ihren Handys schamlos Unfallopfer fotografieren
02/10/2017

Soziale Intelligenz

von Andreas Schwarz

Menschen str├Âmen herbei wie zu einem Fu├čballmatch, halten Handys statt Fahnen hoch

Andreas Schwarz | ├╝ber Schaulustige, die mit ihren Handys schamlos Unfallopfer fotografieren

Eine Szene aus dem Verkehrsalltag: Eine Frau versucht in Wien eine belebte Stra├če zu ├╝berqueren, wird von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Vor Ort: mehrere Rettungen und Einsatzfahrzeuge der Polizei, Blaulicht, umgeleiteter Verkehr, stauende, vor sich hin blinkende Stra├čenbahnen. Und von allen Seiten str├Âmen Menschen in Richtung des Schauplatzes, wie zu einem Fu├čballmatch, statt Fahnen das Handy in der Hand, um das Bild festzuhalten, gegen die tiefstehende Sonne (fehlende soziale Intelligenz geht mit fehlender anderer gern Hand in Hand). ÔÇ×Da is wer niedergÔÇÖf├╝hrt wordenÔÇť ist die meistgegebene Auskunft auf die meistgestellte Frage in der Menge.

Einen Tag sp├Ąter auf der Autobahn: ein Unfall ÔÇô und Stau auf der Gegenfahrbahn, weil dort gebremst und mit dem Handy hin├╝berfotografiert wird auf die Unfallstelle.

Ein psychologischer Eignungstest zum F├╝hren von Handys ist ├╝brigens noch immer nicht in Diskussion. Wahrscheinlich, weil der Test weit ├╝ber das F├╝hren von Handys hinausgehen m├╝sste.

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