√ľber den Erste-Chef
04/11/2014

Sensation gekillt

von Andreas Schwarz

Treichl leistet sich das Hobby der √Ėsterreich-kritischen Wortst√ľrme

Andreas Schwarz | √ľber den Erste-Chef

Die Sensationsmeldung dieser Tage lautet: Die Zentrale der √∂sterreichischen Erste Bank zieht nach Prag. Also zumindest sagt das der tschechische Pr√§sident Milos Zeman, bei dem man nie wei√ü, in welchem Zustand er etwas sagt. Und der beruft sich auf ein Gespr√§ch mit Erste-Chef Andreas Treichl, bei dem man wei√ü, dass er gerne was sagt, was andere in Zust√§nde versetzt. Der bestverdienende Banker des Landes reagiert sich oft an Politikern ("zu dumm oder zu feig") und an den "Leuten" ab, weil sie "Banker h√§ngen sehen wollen". Dann wieder braucht das Land einen "sehr, sehr guten Finanzminister", und der Unterton sagt "br√§uchte". Kurzum: Andere Bosse leisten sich Inseln, Ferrari-Sammlungen oder Frauen, Treichl leistet sich das Hobby der √Ėsterreich-kritischen Wortst√ľrme. Und L√ľfterln. √úbrigens: Die Erste-Group dementiert die Prag-Story ein bisserl, aber wenn es dort den Euro g√§be, w√§re Tschechien f√ľr Investoren schon interessant. Dummerweise hat Treichl k√ľrzlich den Tschechen wortreich vom Euro abgeraten. Und so die eigene Sensationsgeschichte gekillt.

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