über den Wettskandal
12/01/2013

Zur Ehrenrettung

von Andreas Schwarz

Die meisten verlieren anständig

Andreas Schwarz | über den Wettskandal

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“, heißt es – aber manchmal ist vorher gar kein guter Ruf nötig: Ernst Strasser kannte auch ohne keinen Genierer, ehe er damit auf die Nase flog; Monika Lindners Beliebtheit hielt sich in Grenzen, ehe sie alle Grenzen politischen Anstands sprengte; und einige heimische Kicker haben ihren Nicht-Ruf dazu genutzt, den österreichischen Fußball in Wett-Verruf zu bringen. Das Faszinierende am Wettskandal ist ja, dass irgendwo in Asien auf ein Match Grödig gegen Kapfenberg gewettet werden kann. Dass albanische Wettmafiosi Spieler dafür bezahlen, dass sie verlieren. Dass die nicht immer die vereinbarte Niederlage liefern. Und dass sie dann zurückzahlen müssen oder zu weiteren Schandtaten erpresst werden können. Böse Zungen sagen, unsere Kicker sind sogar zu untalentiert, um richtig zu verlieren. Darum Widerspruch zur Ehrenrettung: Die meisten verlieren anständig. Im doppelten Wortsinn ist Österreichs Fußball dafür sogar berühmt. Und selbst das hat sich zuletzt gebessert.

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