über Spione im Fernsehgerät
03/09/2017

Winken

von Andreas Schwarz

Die Agenten schauen wahrscheinlich nur über unser Gerät (und um unsere Gebühr) Netflix.

Andreas Schwarz | über Spione im Fernsehgerät

Es ist ja erstaunlich, dass es in Zeiten von Facebook, Online-Shopping und Clouds überhaupt noch Bedarf gibt, den vernetzten Menschen auszuspionieren – liegt nicht ohnehin unser ganzes Leben, gespiegelt bis hin zu den Klo-Pausen, auf irgendwelchen Servern in Hinterindien, weil wir unsere Daten bereitwillig verschenken?

Offenbar nicht. Denn nun wissen wir plötzlich, dass die CIA uns selbst über das smarte Fernsehgerät daheim ausspionieren kann. "Fernsehen" bekommt da eine ganz andere, quasi reziproke Bedeutung. "Ich bin im Fernsehen" sagt nicht mehr der, der zufällig in einer Sendung auftaucht, sondern der, der auf seiner Couch vorm Flachbildschirm sitzt. Und "Ich bin’s, Dein Fernseher" ist mehr als nur die Schwarzseher-Kampagne des ORF.

In Wahrheit sind wir natürlich uninteressant für die CIA. Die Agenten schauen wahrscheinlich nur über unser Gerät (und um unsere Gebühr) Netflix. Wir können entweder ein Geschirrtuch über den Schirm hängen (und sehen dann nix). Oder freundlich winken.

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