über Straßenverkehrstote
02/21/2013

Viagra auf der Wildbahn

Die schlechte Nachricht lautet: So viele schwere bis tödliche Skiunfälle wie heuer gab’s noch nie.

von Andreas Schwarz

Es gibt sie immer noch, die Lenkrad-Cowboys

Andreas Schwarz | über Straßenverkehrstote

Alleine am Mittwoch in Tirol: Bub gegen Baum; Skifahrerin Gerammt; Skifahrer stürzt über Felsen.

Die gute Nachricht: Die Zahl der Straßenverkehrstoten in Österreich hat sich 2012 gegenüber vor zehn Jahren halbiert. Das ist erfreulich. Egal, ob schärfere Kontrollen, höhere Strafen, sicherere Autos oder vernünftigere Verkehrsteilnehmer dafür verantwortlich sind. Obwohl: An Letzterem darf, wie auf der Piste auch, gezweifelt werden.

Es gibt sie immer noch, die Lenkrad-Cowboys, für die Wohnstraßen/30er-Zonen allenfalls eine Empfehlung sind; für die das Anhalten an einer roten Ampel nur was für Weicheier ist; die den Zebrastreifen für aus der Wildbahn entlehnt halten, wo das Recht des Stärkeren gilt; deren Fahrintelligenz bei der Bedienung des Handys endet; für die ausgefahrene PS unter dem Hintern eine Art Viagra sind – sie alle sind potenzielle Totfahrer. Und sie machen die „gute“ Nachricht von 522 Verkehrstoten ziemlich relativ.

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