über Google
01/25/2015

Super praktisch

von Andreas Schwarz

Eh, die Rechnung für die komplette Durchleuchtung kommt ja erst irgendwann.

Andreas Schwarz | über Google

Haben Sie jüngst ihren Morgenlauf mit Runtastic aufgezeichnet? Im Netz nach Urlaubshotels gesucht? Ein Gmail geschickt oder beantwortet? Dann weiß Google ziemlich viel über Sie, aber das wissen Sie ohnehin. Doch das ist erst der Anfang.

Jüngst wurde in unserer Redaktionskonferenz über selbstfahrende Google-Cars und Google-Brillen und jetzt sogar Google-Satelliten diskutiert und darüber, dass all die schönen Erfindungen nur der Sammlung von Daten und deren gewinnbringender Verwertung dienen – da erhoben sich zwei Stimmen: "Aber super praktisch wär’ so ein Auto schon" und "Ich bin froh, dass es Google gibt".

Es ist diese Ich-bin-froh-Mentalität, von der Google lebt. Der Megakonzern erleichtert uns im Alltag das Leben eminent; erfreut uns mit Dingen, die wir vor Google nie gebraucht haben; gibt sich das Image, an einer schönen, guten und für alle aufsaugbaren Welt zu basteln – und saugt uns ab. Gnadenlos. Macht nix? Eh, die Rechnung für die komplette Durchleuchtung kommt ja erst irgendwann.

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