Meinung | Kolumnen | Ohrwaschl
23.08.2017

Substanzen

Heißen die Trump-Ectasy so, weil der Präsident wie auf Substanzen wirkt, wenn er werkt?

Andreas Schwarz | über "Trump-Ecstasy"

Die deutsche Autobahnpolizei hat diese Woche zwei Niederösterreicher mit 5000 "Trump-Ecstasy" im Gepäck erwischt. Vater und Sohn wollten die Sucht-Tabletten, die das Konterfei des US-Präsidenten tragen, von den Niederlanden heim nach Gänserndorf bringen. Jetzt sind die Tabletten (Wert: 39.000 Euro) weg, die Ekstase über den Schmuggel-Coup ist es auch.

Aber heißen die Trump-Ectasy so, weil der Präsident wie auf Substanzen wirkt, wenn er werkt? Oder braucht es Substanzen, um das Werken des US-Präsidenten auszuhalten?

Für Ersteres würde sprechen, dass die Partydroge Ecstasy angeblich die Stimmung erhöht, die Wahrnehmung sozialer Zurückweisung reduziert und als Nebenwirkung die Aggressivität steigert. Das klassische Trump-Syndrom.

Wenn Zweiteres der Fall ist: Gibt es auch Robert-Lugar- oder Alfred-Gusenbauer-Ecstasy, um das haltlos Ungenierte der beiden auszuhalten? Sollten frustrierte FPÖ- und SPÖ-Wähler darauf spekulieren, eine Warnung: Die Autobahnpolizei lauert auch bei uns.