über zu viel Trump
03/03/2017

Schaum

von Andreas Schwarz

Trump in eine Reihe mit Geistesgestörten zu stellen, sei eine Beleidigung für Letztere. Klingt auch gut.

Andreas Schwarz | über zu viel Trump

Über etwas, das sprachlos macht, wird oft besonders gerne gesprochen. Donald Trump zum Beispiel.

Erst waren die Erklärer, die erklärten, warum Donald Trump nie Präsident wird. Dann erklärten dieselben Erklärer, warum Donald Trump Präsident wurde und was unter ihm droht. Im Schock wegen des ursprünglich nicht Erwarteten kamen dann die, die Donald Trump zum Ziel brillanter Satire und/oder fernpsychologischer Analyse machten – ein unzurechnungsfähiger, empathiebefreiter Soziopath, was sonst? Obwohl: Trump in eine Reihe mit Geistesgestörten zu stellen, sei eine Beleidigung für Letztere. Klingt auch gut. Warum Trump zuletzt einen auf Schaumgebremst machte, bis zum nächsten Schaum, wird auch erklärt.

Was noch fehlt: Die Donald-Trump-Versteher (die erst vereinzelt ihr Bestes tun); die Donald-Duck-Freunde (die um die Reputation des Vornamens fürchten); und die Historiker, die die Ära Trump im Rückblick einordnen. Bis Letztere am Zug sind, wird noch viel zu viel über den geredet werden, der einem eigentlich die Red’ verschlägt. andreas.schwarz@kurier.at

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