über zu viel Trump
03/04/2017

Schaum (2)

von Andreas Schwarz

Warum also nicht auch vom US-Präsidenten "Du weißt schon wer" sprechen?

Andreas Schwarz | über zu viel Trump

Es wird zu viel über den neuen amerikanischen Präsidenten geredet, wurde hier gestern beklagt. Alle wissen was über ihn, alle nähren sich von allen – das schäumt ihn in unser aller Bewusstsein nur noch größer auf.

Vielleicht sollten wir es wie bei Harry Potter angehen: In dem Jugendbuch ist Lord Voldemort das Böseste vom Bösen. Selbst sein Name ist verpönt. Er wird allenfalls als "Er, dessen Name nicht genannt werden darf" oder "Du weißt schon wer" bezeichnet. Das nimmt vom Schrecken.

Warum also nicht auch vom US-Präsidenten "Du weißt schon wer" sprechen? Oder vom "Unaussprechlichen" im Weißen Haus? Auch "Der, der nicht Duck heißt" ginge.

Augenblicklich wäre unser Kopf entschäumt und offen für Anderes – nein, nicht für eine neuerliche Fixierung auf alle Erdoğans, Le Pens und Straches dieser Welt, sondern für ihre schönen Dinge. Auch bei Harry Potter gibt es viel Schönes – und am Ende jedes Bandes besteht Potter gegen den Unaussprechlichen. So wollen wir es halten mit ... – sehen Sie, es geht: Der Name kam jetzt gar nicht vor.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.