Meinung | Kolumnen | Ohrwaschl
23.10.2017

Philippi

Legendärer Vater des politischen Philippi-Sagers aber ist Andreas Khol.

Andreas Schwarz | über politische Rache

Bei einem kleinen Ausflug in die Geschichte stößt man manchmal auf überraschende Aktualität. Wohlan:

Heute im Jahr 42 v. Chr. machten Marc Anton und Octavian dem Cäsar-Mörder Brutus in der Schlacht von Philippi den Garaus. Das inspirierte später den bekannten Shakespeare zum Satz "Bei Philippi sehen wir uns wieder." Heißt sprichwörtlich: Es bleibt nichts ungesühnt.

Politisch hat Wolfgang Sobotka das einst Hans-Jörg Schelling gesagt (der NÖ-"Soberl" zürnte dem Finanzminister wegen der Kärntner Hypo). Legendärer Vater des politischen Philippi-Sagers aber ist Andreas Khol. "Bei Philippi sehen wir uns wieder" sprach der ÖVP-Klubobmann im Mai 2000 zu seinem in Sachen Budget stichelnden SPÖ-Vis-à-vis Peter Kostelka.

Wo ist jetzt die Aktualität, werden Sie fragen? Gemach: Khol war damals der Architekt der jungen schwarz-blauen (!) Koalition. Und nicht er, so stichelte Khol zurück, sondern die SPÖ müsse den Wähler fürchten.

Heute hofft ja wahrscheinlich sie auf Philippi, beim nächsten Mal.