über Haider und Hysterie
10/02/2014

Haider

von Andreas Schwarz

Können wir uns darauf einigen, dass Vergleiche allzu oft schwer hinken?

Andreas Schwarz | über Haider und Hysterie

War die Hysterie über die Regierungsbeteiligung der FPÖ des Jörg Haider gerechtfertigt, fragt der Chefredakteur des profil diese Woche in einer spannenden Geschichte zum Dritter-wird-Erster-Coup des Wolfgang S. vor bald 15 Jahren. Ja, antwortet einer der damaligen Mahner im Standard, weil man habe den Ungeist der NS-Verharmlosung endgültig zur Strecke bringen wollen – so wie moderate Moslems heute den Irrglauben der IS-Dschihadisten geißeln sollten.

Können wir uns endlich darauf einigen, dass: Haider ein geschickter Spieler war, der mit unlauteren bis dreckigen Mitteln Wählerfang betrieben hat; dass diese aufzuzeigen durchaus journalistische Tugend war; dass ein Übermaß an Aufmerksamkeit den Erfolg der unlauteren Akteure mitbegründet hat; dass das bei jedem Rülpser der Haider-Nachfahren heute noch so ist und totschweigen die größere Strafe wäre; und dass Vergleiche allzu oft schwer hinken, zum Beispiel der von FPÖ-Umtrieben mit dem IS? Was gerade Warner vor NS-Verharmlosung wissen sollten. Danke!

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