über Curling und Doping
02/20/2018

Gedopte Besen

von Andreas Schwarz

Es reiche, " Curling" zu sagen. Das sei schon der Witz.

Andreas Schwarz | über Curling und Doping

Es gibt Sportfans, die sagen, über Curling zu witzeln, verbietet sich von selbst – es reiche, "Curling" zu sagen. Das sei schon der Witz.

Das ist hochgradig unfair. Curling und der Besen auf dem Eise, das ist für seine Protagonisten mindestens so spannend wie es für uns Älpler ein paar Verwegene sind, die auf zwei Bretteln den Berg hinunterrutschen – was sonstwo auf der Welt niemanden interessiert.

Jetzt ist Curling geadelt worden. Weil der Russe Kruschelnizki (oder sein Besen) sich Olympia-Bronze im Mixed-Curling in gedoptem Zustand erfegt haben soll. Kein Witz!

Wobei die Frage, wozu sich just der Curler mit einem Mittel dopt, das die physische und vor allem mentale Ausdauer erhöht, ebenso unbotmäßig ist: Wieso der Curler nicht? Vielleicht ist das alles in Russland auch gar keine Frage des Sports. Sondern jeder Russe, also der Russe an und für sich, ist gedopt. Von Haus aus. Schon mal daran gedacht?

Und nein: Meldonium gibt es für Curling-Schauer vor dem TV-Gerät nicht auf Rezept ...

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