über den "Führer-Wunsch"
05/08/2014

Führer-Wunsch

von Andreas Schwarz

Vielleicht liegt er auch am Gefühl, dass die Politik nur wurstelt statt zu werken.

Andreas Schwarz | über den "Führer-Wunsch"

Fast jeder dritte Österreicher wünscht sich "einen starken Führer, der sich nicht um Wahlen und Parlament kümmern muss". Das ist jetzt zwar nicht gleich ein Revival des früher oft gebräuchlichen "A klaner Hitler müssert her" (obschon laut selber Umfrage erschreckende 36 Prozent der Österreicher frei nach Jörg selig meinen, dass die NS-Zeit dem Land "sowohl Gutes als auch Schlechtes gebracht hat"). Aber naturtrüb ist es allemal.

Der Führerwunsch liege an der Verunsicherung durch die Wirtschaftslage, sagen Experten, obwohl: Wann ging es einer Generation je so gut wie jetzt? Vielleicht liegt er auch am Gefühl, dass die Politik nur wurstelt statt zu werken. Und schließlich: Seht euch Putin an, der zeigt, wie man ohne lästige Demokratie etwas voranbringt, oder?

Aber vielleicht liegt’s ja auch einfach an viel Schlichterem: Würde man die Führer-Sehner fragen, wer’s denn sein solle, fielen vermutlich die Namen Niki Lauda, Conchita Wurst oder Hansi Hinterseer. Und das ordnet den Wunsch dann schon ein, wo er hingehört.

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