Meinung | Kolumnen | Ohrwaschl
14.06.2017

Einsam

Und ist Donald Trump jetzt, wo er um sich kreist, noch einsamer?

Andreas Schwarz | über Einsamkeit und Egozentrik

Wer einsam ist, neigt laut neuer US-Studie dazu, immer mehr um sich selbst zu kreisen. Und wer egozentrisch um sich kreist, verstärkt die Einsamkeit. Das führt zur Frage: War der König der Egozentrik, ehe er so wurde, wie er ist, einsam? Also tief im Innersten einsam (sonst war er ja doch eher ein Hoppla-jetzt-komm-Ich). Und ist Donald Trump jetzt, wo er um sich kreist, noch einsamer?

Viele hoffen ja, dass nun alles besser wird. Denn Donald ist nicht mehr allein zu Haus’ – sprich: Ehefrau und Sohnemann sind diese Woche im Weißen Haus eingezogen, selbst die Schwiegereltern schauen alle Nasen lang auf ein paar Nächte vorbei. Nix mehr Einsamkeit. Vielleicht hält Melania ihrem Gemahl zum Einschlafen die Hand (beruhigt) und versteckt ihm in der Früh das Handy (nix Twitter), Sohn Baron spielt eine Runde Stichquartett mit dem Papa (und lässt ihn gewinnen), und die Schwiemu brät ihm seinen Lieblingsburger.

Und was, wenn Donald dennoch Einsamkeit verspürt und die Studie recht hat? Keine Angst: Diese Egozentrik kann sich eh nicht mehr verstärken.andreas.