├╝ber ein Gesetz gegen SMS am Steuer
03/16/2016

Die Handyioten

von Andreas Schwarz

Es ist ja auch nirgends festgeschrieben, dass man sich beim Autofahren nicht die Augen verbinden darf

Andreas Schwarz | ├╝ber ein Gesetz gegen SMS am Steuer

Koordination ist bekanntlich alles. J├╝ngst auf dem Wiener G├╝rtel, dichter, aber fl├╝ssiger Verkehr: Der Fahrer des schnittigen Mercedes mit einem der originellen W-XKYXY-Kennzeichen (├Ątsch, ihr Polizisten, das merkt ihr euch nicht!) h├Ąlt in der rechten Hand das Handy, auf dem er tippt, w├Ąhrend die linke zwischen Zigarette im Mundwinkel und Lenkrad changiert ÔÇô hie und da muss man schlie├člich den Spurwechsel bewerkstelligen.

Jetzt soll eine Gesetzesl├╝cke geschlossen und das SMS-Tippen am Steuer explizit verboten werden. Das ist fein und wird jeden freuen, auf den schon einmal ein auf die Gegenfahrbahn geratener Handyiot zugerast ist, Lichthupe zwecklos. Aber wieso Gesetzesl├╝cke? Es ist ja auch nirgends festgeschrieben, dass man sich beim Autofahren nicht die Augen verbinden oder verkehrt rum zum Steuer sitzen darf, und trotzdem w├╝rde der Verbundene oder Verdrehte nicht nur aus dem Verkehr gezogen, sondern eingewiesen.

Schade, dass das f├╝r den SMS-Tipper am Steuer in der Novelle explizit nicht vorgesehen ist.

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