über Apfelessen gegen Putin
08/20/2014

Die Apfelrechnung

von Andreas Schwarz

Wir wollen einfach glauben, dass die Formel "An apple a day keeps the crisis away" stimmt.

Andreas Schwarz | über Apfelessen gegen Putin

Der Landwirtschaftsminister hat sich mit Schnee eingerieben und hatte prompt eine Idee in Sachen Russland. Er tat das übrigens im Zuge der im Internet blühenden Pubertäts-Infektion "Icebucket-Challenge" (Übergieß’ dich mit Kaltem, bestimme drei, die’s auch tun müssen, und tue damit Gutes). Die Idee: Wenn jeder Österreicher einen heimischen Apfel pro Woche mehr isst, "dann können wir diesen Marktausfall im Obst- und Gemüsebereich schließen", sprich: der russische Boykott ist kompensiert.

Wir wollen jetzt nicht die komplizierte mathematische Probe anstellen: 217.000 Tonnen österreichische Apfelernte – (Export Russland) : 19,5 Kilo jährlicher Apfelverzehr/Kopf – x importierte Äpfel + 52 heimische Äpfel/Kopf = keine Boykottfolgen? Und wie ist das mit den Birnen?

Wir wollen einfach glauben, dass die Formel "An apple a day keeps the crisis away" stimmt. Ein Biss in einen Elstar, und Freund Wladimir wurmt sich, weil er sich boykotttechnisch brausen kann. Wenn er mag, mit einem Icebucket. Schön, wenn die Welt so einfach wär’.

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