über Eltern und überwachte Kindern
07/17/2015

Denk-App gesucht

von Andreas Schwarz

Mittels Handy-App wissen sie stets auch aus der Ferne, wo die Kleinen gerade sind

Andreas Schwarz | über Eltern und überwachte Kindern

Nach den "Hubschrauber-Eltern" – das sind die, die überfürsorglich ständig über ihren Kindern kreisen – kommen jetzt die "Drohnen-Eltern". Mittels Handy-App wissen sie stets auch aus der Ferne, wo die Kleinen gerade sind: Ob sie in den falschen Bus steigen, statt in der Schule im Freibad schwitzen oder schon wieder nur daheim sitzen und irgendwelche Apps herunterladen.Dass so eine Drohnen-App funktioniert, verdanken wir dem GPS. Das Satellitenortungssystem erspart uns zu lernen, wo links und rechts, Norden und Süden, oben und unten ist – ein Blick aufs Smartphone genügt, und wir wissen, wo wir sind und wo wir hin müssen.

Wenn das jetzt auch auf den Aufenthaltsort von Kindern (weiters: Mitarbeitern, Ehepartnern, Kanarienvögeln nur, wenn sie ein Handy haben) ausdehnbar ist, ist das ein enormer Fortschritt. Noch größer wäre der einer App, die diese Kontroll-Funktion funktionsuntüchtig macht. Und über diese Hintertür Hausverstand und Denken wieder einführt – eine Denk-App sozusagen.

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