über den NSA-Skandal
07/04/2013

Ans Tageslicht III

von Andreas Schwarz

Die EU zürnt den USA, weil sie auch ausgespäht worden ist

Andreas Schwarz | über den NSA-Skandal

Also irgendwann muss man sich das im Zeitraffer auf der Zunge zergehen lassen: Ein junger Geheimdienstmann erspäht das, was alle Welt ahnt, aber so doch nie glauben wollte: dass die USA weltweit ausspähen, was sie nur spähen können. Reist nach Hongkong und erzählt alles. Die USA zürnen China, da ist er schon in Moskau. Die USA zürnen Russland und Ecuador, wo er hin will. Die EU zürnt den USA, weil sie auch ausgespäht worden ist. Dennoch wollen die meisten EU-Staaten nichts von Asyl für den Aufdecker wissen – weil sonst die USA zürnen. Sie vermuten den Mann in einem bolivianischen Präsidentenflieger. Sperren den Luftraum. Der Präsident muss in Wien landen. Medienrummel. Diplomatische Not. Wo ist Edward Snowden? Ein bisschen viel das für einen 28-jährigen Schulabbrecher auf Weltverbesserungstrip, oder? PS: Um Ernst Strasser und das, was er viel früher schon „ans Tageslicht“ gebracht hat, wurde nicht so ein Gesummse gemacht. Übrigens: Wo ist der eigentlich?

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