über Sexting
02/06/2015

Aufklärung

von Andreas Schwarz

Klar, Fotos vom Hamster oder dem Lieblingsposter an der Wand wären halb so cool/heiß

Andreas Schwarz | über Sexting

So kann’s gehen: Ein Mädchen schickt seinem Freund via Handy Nacktfotos von sich. Als die junge Liebe vorbei ist, ist die Ex plötzlich in einem sozialen Netzwerk zu sehen. Nackt. Und wird auch gesehen.Von 3000 Usern in nur 48 Stunden.

"Sexting" heißt das unter Jugendlichen rasant wachsende Phänomen des Sich-unverhüllt-Verschickens. Klar, Fotos vom Hamster oder dem Lieblingsposter an der Wand wären halb so cool/heiß – aber ein Klick (Selfie), noch einer (Senden), und schon knistert’s via Netz. Ein Drittel der 14- bis 18-Jährigen findet laut Umfrage diese Art des "Liebesbeweises" normal, jeder Zweite kennt wen, der’s schon gemacht hat.

Dummerweise haben wir in den letzten Jahren gelernt, dass alles, was irgendwo im Netz schwirrt, irgendwann öffentlich werden kann. Weil es jemand öffentlich macht. Weil es geklaut wird. Weil das Netz vor allem aus Löchern besteht.

Kurios: Junge brauchen immer weniger Aufklärung über Sex im echten Leben, fein. Aber immer mehr über die Tücken im virtuellen.

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