über große Söhne
08/18/2013

Mooutsart

Alleine wie der Schwabe Mooutsart ausspricht, wird das eh nix mit der Mozartstadt.

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Inmitten all der unhübschen Nachrichten dieser Tage – Gewalt in Ägypten, Wahlkampf in Österreich – sei an dieser Stelle auf eine besonders hübsche Geschichte im Blatt verwiesen: Augsburg will Salzburg den Rang als Mozartstadt ablaufen.

Da wird doch glatt die Augsburger in der Pfanne verrückt, wie unsere Nachbarn so oder so ähnlich sagen würden.

Ja, ja, wir kennen den Kalauer, wonach wir den Herrn Beethoven zum Österreicher und den mit dem kleinen Bärtchen zum Deutschen gemacht haben. Aber nur weil der fürstbischöfliche Kammermusikus und Papa des Wolferl, ohne zu viel verraten zu wollen, aus Augsburg stammt, hallo!?

Vermutlich hat der echte Mozart in Augsburg nie auch nur eine Note komponiert. Und nur selten – seine zweitliebste Gabe – einen Puh gelassen. Und mit Hans Holbein dem Jüngeren, Bertold Brecht und Rudolf „Stinker“ Diesel hat die Stadt, wenn schon sonst nichts, ohnehin große Söhne. Aber sollen sie. Alleine wie der Schwabe Mooutsart ausspricht, wird das eh nix mit der Mozartstadt.

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