Meinung | Kolumnen | Ohrwaschl
26.06.2017

Merken und vergessen

Regelmäßiger Sex trainiert das Gehirn so wie das Lösen von Kreuzworträtseln

Andreas Schwarz | übers Merken und Vergessen

Regelmäßiger Sex trainiert das Gehirn so wie das Lösen von Kreuzworträtseln – wissen wir seit dem Wochenende dank einer britischen Studie mit 73 Probanden im Alter ab 50. Ob der Verkauf von Rätselheften seither zurückgegangen ist, ist nicht bekannt.

Jedenfalls: Wer einmal pro Woche seiner Libido folgt, weist bei Tests eine höhere Sprachkompetenz auf, kann ein Bild besser abmalen, ja sogar aus dem Gedächtnis ein Ziffernblatt nachzeichnen! Das ist nicht nix. Ob die Testpersonen schon während des Sex zufällig an Shakespeare’sche Satzkaskaden, bunte William Turners und Big Bens Ziffernblatt dachten (und daher nachher besser waren), wurde nicht untersucht.

Eh alles ein Märchen? Apropos: "Hänsel und Gretel" ist laut einer Umfrage das liebste Märchen der erwachsenen Österreicher. Was aber auch daran liegen kann, dass es sich leichter merken lässt als "Aschenputtel" oder "Der gescheite Hans". Beim Merktraining hülfe zwar einmal in der Woche ... – siehe oben. Aber vergessen ist, was manche Studien und Umfragen betrifft, auch nicht schlecht.