über den Frühling
05/06/2014

Kampfzeit

von Andreas Schwarz

Also freuen wir uns, dass ab heute wieder das Wärmere siegt.

Andreas Schwarz | über den Frühling

Über nichts jammert der (Ost-)Österreicher hingebungsvoller als über das Wetter. Das ist bekanntlich nie so, wie’s sein sollte. War’s nicht grad garstig kalt? Dabei reicht ein Blick auf die oft belächelten Bauernregeln, dass alles seine Richtigkeit hat. „Der Florian, der Florian (4. Mai) noch einen Schneehut tragen kann“, heißt es seit ewig, holprig aber wahr. Danach lassen uns die Herren Pankratius, Servatius und Bonifatius frösteln. Wenn diese drei Eisheiligen noch nicht reichen, reicht die Kalte Sophie Eisiges nach. Und dass „Sankt Wigard, dieser böse Mann, oft noch Fröste bringen kann“, ist Ende Mai nur der Vorbote auf die traditionelle Schafskälte im Juni. Vielleicht sollten wir’s mit den Briten halten, die ihr bescheidenes Wetter gerne bereden und auch beim horribelsten Schütter ihren Humor nicht verlieren: „Bad weather today! – It could be worse.“ Oder mit unseren Meteorologen, für die der Frühling einfach die „Kampfzeit zwischen Winter und Sommer ist“. Also freuen wir uns, dass ab heute wieder das Wärmere siegt.

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