über geplante Obsoleszenz.
09/07/2016

iDiot (II)

von Andreas Schwarz

Schließlich macht ein, sagen wir: Drucker, der ewig druckt, den Druckerhersteller am Ende arm.

Andreas Schwarz | über geplante Obsoleszenz.

Gestern stand hier zu lesen, dass aus dem jährlichen Hype um das neue iPhone (wird es rund, heißt es neu, z. B. iDiot?) die Luft draußen ist. Leser G. hofft, dass so auch das Phänomen verschwindet, dass ein Produkt kaputt wird, just wenn sein Nachfolger auf den Markt kommt.

"Geplante Obsoleszenz" nennt man dieses künstlich herbeigeführte Ablaufdatum. Schließlich macht ein, sagen wir: Drucker, der ewig druckt, den Druckerhersteller am Ende arm. "Bösartige Legenden", entgegnen Hersteller, gezielte Produktselbstzerstörung zur Ankurbelung des Konsums gebe es nicht. Bis zum Beweis des Gegenteils, und wer will der Technik schon was beweisen, müssen wir das glauben.

Übrigens, kürzlich im Geschäft an der Kassa: "Heben Sie die Rechnung gut auf, es gibt 30 Jahre Garantie." 30 Jahre?!? Die Garantie gab’s im gut sortierten Fachhandel für eine robuste Pfanne. Gut, mit der kann man nicht telefonieren. Aber sollte man irgendwann einmal mit dem iPhone auch braten können, dann sind die 30 Jahre Haltbarkeit für Apple eine ganz schöne Herausforderung.