über Aufdeckerfreaks
01/05/2017

Geheim

von Andreas Schwarz

Nicht einmal sprechen darf man mehr, wenn eine Kamera in der Nähe ist.

Andreas Schwarz | über Aufdeckerfreaks

Geheim ist ja nichts mehr. Was nicht an Daten von Handys und Internet-Aktivitäten gesaugt, gesammelt und irgendwo in Hinterindien alogorithmiert wird, besorgen sich Enthüllungsplattformen und Hackerteams rund um den Globus. Nicht einmal sprechen darf man mehr, wenn eine Kamera in der Nähe ist, weil Aufdeckerfreaks Lippen-lesen – weshalb Politiker im Parlament und Fußballer auf dem Platz die Hand vor den Mund halten, wenn sie jemandem "Is der Strache auf Substanz?" oder "Dem haust jetzt no zwamoi überd Röhrln, dann is er Spital" zuraunen.

Jetzt hat Wikileaks eine Belohnung für durchgesickerte Informationen aus dem Weißen Haus ausgesetzt. Offenbar ist man den russischen Hackern ins Hintertreffen geraten, die bekanntlich mit Mails wie "Towarischtsch erneuern Password bitte jetzt, spasibo" in amerikanische Sicherheitsnetze gelangt sind. "Sicherheitsinformation: Müssen Sie auf den untenstehenden Link drücken und Schritte ausführen" lautete ein Mail hierzulande dieser Tage – was man sich zu so viel Raffinesse denkt, bleibt Gott sei Dank geheim.

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