Meinung | Kolumnen | Meine Stadt
08.02.2017

No Pony, no Party.

Dass Wiener Klubs zusammenhalten, wenn’s drauf ankommt, ist cool.

Julia Schrenk | über die Geldsorgen des First Vienna FC

An einem Besuch bei der Vienna auf der Hohen Warte ist ja vieles gut. Fußball schauen in der frischen Luft ist gut, nicht weit vom Büro ins Stadion zu haben ist gut, mitfiebern ist gut. Das Beste an der Vienna ist aber, dass sie ein Pony hat. Das Pony der Plüschponybande (ein Fanclub) ist auf der Tribüne immer live dabei. Bei der Plüschponybande (und bei allen anderen Mitgliedern der Vienna-Family) wird niemand geschimpft, der Gegner nicht verhöhnt und wer sich blöd aufführt, wird ermahnt.

Nur: wie lange noch?

Denn die Vienna ist in finanziellen Nöten, seit ihr Hauptgeldgeber überraschend gestorben ist. Die Spieler haben noch kein Gehalt für Dezember bekommen. Dass es Wiens ältesten Fußballclub bald nicht mehr geben könnte, hat nun die großen Wiener Fußballclubs auf den Plan gerufen. Rapid und Austria stell(t)en sich für ein Testspiel auf der HoWa zur Verfügung, (die Einnahmen gehen an die Vienna), die Austria spendet zusätzlich pro verkauftem Tagesticket für das Derby am Sonntag 2 Euro an Vienna und Sportklub (auch dem geht es finanziell nicht gerade prächtig) und stellt Spendenboxen auf. Dass Wiener Klubs zusammenhalten, wenn’s drauf ankommt, ist wirklich cool. Denn: No Pony, no Party!

Spendenkonto des First Vienna FC: IBAN AT81 2011182439975502