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08.03.2018

Wiens erste Geologin

Sie war die erste Frau, die an der Universität Wien als Geologin promovierte.

Mag. Uwe Mauch | über Marta Cornelius-Furlani

Hommage zum Tag: Marta Cornelius-Furlani (1886 – 1974) war die erste Frau, die an der Universität Wien als Geologin promovierte. Die Tochter eines Lehrer-Ehepaars wuchs zweisprachig in Triest auf. Nach ihrer Ausbildung zur Italienisch-Lehrerin kam sie zum Studium nach Wien. Hier faszinierte sie die Geologie. Ihre Doktorarbeit über die Lemes-Schichten in Mitteldalmatien schloss sie in weniger als zwei Jahren ab. Für die Verleihung ihrer Doktorwürde am 20. Mai 1910 benötigte sie noch eine Sondergenehmigung.

Ein Hoch auch auf ihren Mann Hans-Peter Cornelius! Der sang nicht „Du, entschuldige, i kenn di“, sondern schrieb u. a. über die Geologie des Schneeberggebiets. Und er war auch kein Heim-an-den Herd-Verfechter. Jedenfalls begann seine Frau im Jahr ihrer Hochzeit im Mädchengymnasium in der Rahlgasse zu unterrichten. Das Ehepaar arbeitete auch gemeinsam an etlichen wissenschaftlichen Publikationen.

Nach ihrer Pensionierung im Jahr 1945 hat man sie zur Mitarbeit im Naturhistorischen Museum eingeladen, weil sie zuvor nicht für die Nazis war. (Was uns auch etwas über ihren Berufsstand erzählt.) Am Sonntag wird ab 15.30 Uhr im Vortragssaal des Museums an Marta Cornelius-Furlani erinnert. (Eintrittskarte ist erforderlich, der Vortrag ist frei zugänglich.)