über sein Lieblingsauto
09/26/2016

Pfiat di, Fiat 127!

von Uwe Mauch

Einen dottergelben, in der Ottakringer Straße um 36.000 Schilling gekauften Fiat 127.

Mag. Uwe Mauch | über sein Lieblingsauto

Meine verehrte Frau Mama, die nach eigenen Angaben ihren Führerschein für die Wiener Gemeindebezirke 21 (Wohnort) und 2 (Arbeitsplatz) erworben hatte und sich selbst zu den schlechtesten Einparkern wien- bzw. weltweit zählte, fuhr einen. Einen dottergelben, in der Ottakringer Straße um 36.000 Schilling gekauften Fiat 127.

Große Freude, als ich in dem liebenswert gestalteten Buch Der kurze Sommer des Automobils. Erinnerungen an die Siebziger Jahre von Martin Krusche und Matthias Marschik (Verlag Brüder Hollinek, 34,90 Euro) Mamas erstes Auto erspähte. Sofort erinnerte ich mich, wie sie mir mit hochrotem Plutzer auf der Donauufer-Autobahn demonstrierte, dass der 127er mehr als einen 100er schafft, und prompt die Ausfahrt Prager Straße verschwitzte. Egal, samma halt erst in Strebersdorf ab.

„Er war außen klein und innen geräumig, hatte ein süßes G’schau und eine große (Heck-)Klappe“, schreibt der sonst nüchtern analysierende Historiker Matthias Marschik über seinen 127er, mit dem er als frisch Verliebter seine damals Angehimmelte an die Côte d’Azur kutschierte. Mag jener Sommer kurz gewesen sein. Aber vor der ersten Ölkrise noch unschuldige Autos wie 127er, R5, 2CV, Käfer, Kadett, Puch 500 oder Giulia haben ihre Magie nicht verloren.

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