über das Ende des Rad-Mechanikers
09/29/2016

Gesucht: Radmechaniker

von Uwe Mauch

Die Liberalisierung wird daher mit Sicherheit eines nicht bringen: mehr Verkehrssicherheit.

Mag. Uwe Mauch | über das Ende des Rad-Mechanikers

Es ist schon einige Jahre her, da durfte ich den damaligen Oberbürgermeister von München länger interviewen. Und zwar bei einer gemeinsamen Radfahrt: vom Rathaus in den Englischen Garten. An jeder Kreuzung wurde Christian Ude erkannt und begrüßt. Dabei erkundigte er sich bei Passanten, wie es ihnen geht, wo sie der Schuh drückt.

Was würde passieren, wenn Wiener Politiker ihre Dienstlimousinen gegen Dienstfahrräder tauschen würden?

Vielleicht würden jene, die in diesen Tagen die Liberalisierung der Gewerbeordnung möglichst schnell durchbringen wollen, beim Punkt „Mechatroniker“ noch einmal inne halten.

Denn absurd ist das schon: In der Stadt sind immer mehr Radler unterwegs, und weil deren Räder ab und zu repariert werden möchten, haben in allen Bezirken Fahrrad-Werkstätten eröffnet. Dort arbeiten Mechaniker, die nur zum Teil gut ausgebildet sind. Seit Jahren fordern daher Gewerbetreibende wie Michael Ferdiny, dass der Lehrberuf wieder eingeführt werden soll, auch mit dem Hinweis auf das enorme Arbeitsplatz-Potenzial und auf die Verkehrssicherheit: „Das Fahrrad ist heute eine hochkomplexe Maschine mit vielen Facetten.“

Wie wahr! Die geplante Liberalisierung wird daher mit Sicherheit eines nicht bringen: mehr Verkehrssicherheit.

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