ĂŒber einen Donaufisch
06/23/2016

Es lebe der Sterlet!

von Uwe Mauch

Der Sterlet steht auf der Roten Liste. Er ist vom Aussterben bedroht.

Mag. Uwe Mauch | ĂŒber einen Donaufisch

Kennen Sie den Sterlet? Nicht Starlet, sondern Sterlet. Kein Problem, ich bin ihm auch noch nicht begegnet. Mitarbeiter der UniversitĂ€t fĂŒr Bodenkultur helfen uns, eine BildungslĂŒcke zu schließen: Der Sterlet (Acipenser ruthenus) ist der kleinste der sechs Donau-Störe. Er wird ausgewachsen rund einen Meter lang. WĂ€hrend die anderen Störarten im österreichischen Abschnitt der Donau ausgestorben sind, vegetiert der Sterlet noch in „Reliktpopulationen“.

Die Biologen gehen davon aus, dass im besten Fall noch wenige hundert Sterlets hierzulande bzw. genauer gesagt im Wasser leben. Sie sollen sich im Stauraum Aschach im oberösterreichischen Teil der Donau konzentrieren. Wegen der geringen PopulationsgrĂ¶ĂŸe und des stark eingeschrĂ€nkten Lebensraums (schuld daran ist die Fragmentierung des Flusses durch die Wasserkraftwerke) stellen selbst kleinere negative UmwelteinflĂŒsse eine massive Bedrohung dar. Der Sterlet steht auf der Roten Liste. Er ist vom Aussterben bedroht.

Das will ein Projektteam des Instituts fĂŒr Hydrobiologie & GewĂ€ssermanagement der Boku verhindern. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und dem Institut fĂŒr Zoologie der Slowakischen Akademie der Wissenschaften wird unter anderem eine Aufzuchtstation bei der Donauinsel geschaffen.

Jederzeit und ĂŒberall top-informiert

UneingeschrÀnkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.