über das Wiener Gasometer
12/02/2015

Es läuft nicht rund

von Julia Schrenk

Dieses runde Etwas mit seinen verwinkelten Gängen und schrägen Wänden ist quasi das Apollo Kino unter den Wiener Konzertsälen.

Julia Schrenk | über das Wiener Gasometer

Wer erzählt, dass er ins Gasometer zu einem Konzert geht, erntet mitleidige Blicke: "Ins Gaso, echt?" (Ja.) "Ich geh’ ja überhaupt nicht gern ins Gaso." (Wer geht schon gern ins Gaso?) "Da ist der Sound immer so schlecht." "Und die Tontechniker sind solche Stümper". Jo. Eh. Zumindest das mit dem Ton war jedenfalls schon einmal viel schlechter. Und ob da wirklich die Tontechniker dran schuld sind, bezweifle ich hier einfach einmal.

Außerdem ist das wirklich Mühsame an Konzerten im Gasometer nach wie vor das Gasometer selbst.

Dieses runde Etwas mit seinen verwinkelten Gängen und schrägen Wänden ist quasi das Apollo Kino unter den Wiener Konzertsälen. Weil der Haupteingang zum Saal nie geöffnet wird, muss man über die Seiteneingänge hinein. Und die Wege dorthin sind eng und die Wände schräg, und ständig hat man das Gefühl, man wird sich gleich irgendwo den Kopf anstoßen. Und während es bei den Bars und Garderoben sprichwörtlich zieht wie in einem Vogelhaus, wird es im Konzertsaal immer irgendwann unfassbar heiß.

Irgendetwas rennt da so gar nicht rund, im runden Gasometer. Da hilft nur: Kopf einziehen und beim Im-Kreis-Gehen links halten.

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