leseZEICHEN: Digitale Kritik

leseZEICHEN: Digitale Kritik © Bild: KURIER

Michael Horowitz über den "gläsernen Menschen".

Zukunftsprognosen sind oft falsch. Das beweist uns Christa Kummer immer wieder. Doch dass die digitale Revolution unser Leben radikal und rasant verändert, steht fest. Positiv und negativ. In Katastrophengebieten wird Hilfe über soziale Netzwerke gesteuert - gerade bei Menschen mit besonderen Bedürfnissen: In Fukushima haben von 607 Taubstummen 512 überlebt. Facebook, Twitter & Co forcieren Proteste gegen totalitäre Regime wie im Iran oder in China. Jede digitale Kritik verlinkt sich sofort millionenfach. China versucht gerade einen Schutzwall dagegen zu errichten - die Chinesische Mauer 2.0. Es wird immer mehr unberechtigte Zugriffe auf unsere persönlichen Daten geben. Innerhalb von Millisekunden kennen Datensammler, die das Surfverhalten aufzeichnen, unsere intimsten Details. Um dann diese gewinnbringenden Fakten bis zu 12.000-mal/Sekunde weiterzugeben. Der Begriff gläserner Mensch ist längst untertrieben.

Erstellt am 05.12.2011