leseZEICHEN: 15 Minuten Ruhm

Foto: KURIER

Michael Horowitz über "planking", "owling" und "speed bumping".

Freude am Unsinn. Die Internet-Trends werden immer skurriler. Das Wichtigste ist, um jeden
Preis aufzufallen. Noch vor Kurzem genügte es, sich steif wie ein Brett quer über zwei Kamelhöcker oder im Supermarkt in die Fisch-Gefriertruhe zu legen. Die planking-Fotos werden auf Facebook oder YouTube gestellt - und schon ist man für kurze Zeit ein weltweiter Star. Inzwischen muss man als Eule posieren. Beim owling hockerlt man sich nieder, schaut starr ins Leere, die Arme werden zu Flügeln. Kuriose Rituale als Signal gegen ein Übermaß an Vernunft, als Revolte gegen genormtes Leben - die Dada-Bewegung von heute. Nicht ungefährlich wird es allerdings, wenn speed bumping Realität wird: Auf der satirischen Internetseite collegehumor.com findet man die Anleitung für die menschliche Geschwindigkeitsbremse: Man muss mit dem Gesicht nach unten liegen und darf es auf keinen Fall verziehen, auch nicht, während man von einem Auto überfahren wird ...

(kurier) Erstellt am
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