Im wilden Berlin

Freundin Sarah weiß immer, wo die Zukunft zu Hause ist. Jetzt lebt sie in Berlin. In der Stadt der jungen Selbstdarsteller. Einer Metropole, die die dunklen Seiten der deutschen Geschichte nicht verdrängt, sondern aufarbeitet. Einem gnadenlosen Großstadtdschungel, in dem man nur mit guten Nerven überlebt. Inmitten von partysüchtigen Berufsjugendlichen, mutigen Unternehmern mit subkulturellen Attitüden

und deprimierten Hartz IV-Veteranen. An den Knotenpunkten der Nacht, den Tresen der Szeneviertel von Neukölln und Kreuzberg, Arbeiter, Künstler und Trinker. Sie sind gerne gemeinsam einsam. Im wilden Berlin. Hier, wo auch für die Alten Gemütlichkeit ein Fremdwort ist. Vor Kurzem haben Senioren in Pankow bewiesen, dass es ein Leben zwischen Bridge und Barrikaden gibt: Das lange besetzte Freizeit- zentrum in der Stillen Straße 10 verwalten sie jetzt selbst. Mit Berliner Rasanz schnell Sarahs Geheimtipps. Coolstes Hotel: Michelberger. Hype-Club: Salon zur wilden Renate. Hippstes Hangout: Mädchenschule. Beste Cocktails: Ankerklause. Imbiss nach/vor dem Ausgehen: City Chicken/Neukölln.

(KURIER Freizeit am Samstag) Erstellt am
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