ĂŒber die Staatsoper und das Burgtheater
09/09/2014

Es wird unbequem

von Gert Korentschnig

Beide verlassen gerade den Bereich der mehr oder weniger geschĂŒtzten WerkstĂ€tte.

Gert Korentschnig | ĂŒber die Staatsoper und das Burgtheater

Der Finanzskandal am Burgtheater und der Konflikt an der Staatsoper haben wenig miteinander zu tun, außer dass es sich in beiden FĂ€llen um VorgĂ€nge an Bundestheatern handelt. (Dass die von Robert Meyer geleitete Volksoper je das stabilste Republikstheater sein wĂŒrde, hĂ€tten noch vor Kurzem die wenigsten fĂŒr möglich gehalten). Der grĂ¶ĂŸte Unterschied, abgesehen von den völlig anders gelagerten Inhalten der Probleme, ist ĂŒberhaupt jener: Im Opernhaus am Ring sind alle Beteiligten (auch der im Gram geschiedene Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst) intensiv bemĂŒht, keine verbale oder juristische SchmutzwĂ€sche zu waschen; was das Burgtheater betrifft, scheint man aus dem öffentlichen Stechen, Kratzen, Beißen, Zwicken gar nicht mehr herauszukommen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem sich nicht (wie fĂŒr Dienstag wieder angekĂŒndigt) AnwĂ€lte zu Wort melden, an dem Ex-Direktor Matthias Hartmann nicht die Schuld bei anderen sucht, das Theater daraufhin um „Richtigstellungen“ bemĂŒht ist und die Diskussion solcherart wieder von der BĂŒhne auf den Marktplatz verlagert wird. Das ist vielleicht sogar der grĂ¶ĂŸte Schaden. Was Staatsoper und Burg jedoch verbindet: Beide verlassen gerade den Bereich der mehr oder weniger geschĂŒtzten WerkstĂ€tte, in dem es zumindest finanziell vergleichsweise bequem war. Welche großen Gefahren da lauern, mussten Institutionen anderer LĂ€nder schon vor Jahren registrieren.

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