√ľber das Musikfestival in Grafenegg
08/16/2013

Bereits ein Fixstern

von Gert Korentschnig

Innerhalb k√ľrzester Zeit hat Intendant Rudolf Buchbinder das Festival auf Topniveau etabliert.

Gert Korentschnig | √ľber das Musikfestival in Grafenegg

W√§hrend in Salzburg diskutiert wird, ob die ‚ÄěDon Carlo‚Äú-Regie von Peter Stein zu altmodisch oder ad√§quat ist (im Fernsehen kann man sich am Freitag ein Bild davon machen); w√§hrend man sich freut, dass endlich eine Oper mit durchwegs erstklassiger S√§ngerbesetzung stattfand; w√§hrend man dort aufgrund der Programmf√ľlle gar nicht wei√ü, wohin man sich interessensm√§√üig wenden soll, beginnt heute ein weiteres Festival, das k√ľnstlerisch ebenso zu den Hochkar√§tern z√§hlt: Das Musikfestival in Grafenegg.

Nun w√§re es freilich unsinnig, Grafenegg und Salzburg miteinander vergleichen zu wollen oder gar gegeneinander auszuspielen. Bleiben wir daher nur im Nieder√∂sterreichischen, um zu w√ľrdigen, was dort entstanden ist. Innerhalb k√ľrzester Zeit hat Intendant Rudolf Buchbinder das Festival auf Topniveau etabliert, sodass die besten Orchester immer wieder gerne nach Grafenegg kommen. Musiziert wird vor einem akustisch famosen Wolkenturm oder in einem beeindruckenden Konzertsaal, in den man bei Schlechtwetter ausweichen kann.

Die Programmierung ist anspruchsvoll, hat mit dem, was man zumeist unter Freiluft-Events versteht, nichts gemein und ist allj√§hrlich auch der Neuen Musik verpflichtet. Und es gibt wohl keinen K√ľnstler oder Besucher, der die besondere Atmosph√§re, am ehesten mit Glyndebourne vergleichbar, nicht sch√§tzt. Heute beginnt das Festival zum siebenten Mal. Aller guten Dinge sind noch viel mehr.

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