über Fahrscheinverkauf in Trafiken
02/29/2016

Ah, darum gibt’s hier keine Fahrscheine

von Doris Knecht

An Mittwochen also stünden Trafikanten und Trafikantinnen in langen Schlangen vor den Schaltern

Doris Knecht | über Fahrscheinverkauf in Trafiken

Kleiner Nachtrag zur Kolumne über die Handy-Tickets der Wiener Linien: Deren Sprecher stellte nämlich richtig, dass auf der Website der Wiener Linien das SMS-Ticket keineswegs mehr angeboten werde, es handle sich um ein Google-Cookie-Problem. Also, wenn man "SMS-Ticket" googelt, kommt man weiterhin auf eine Seite der Wiener Linien, die es in Wirklichkeit nicht mehr gibt. Die Tücken des WWW.

Ein Leser, Werner L., hat etwas zu der Beschwerde beizutragen, dass immer mehr Trafiken, die ja gerne in der Nähe von Straßenbahnhaltestellen zu finden sind, immer öfter keine Öffi-Fahrscheine mehr anbieten. Werner L. also habe in seiner Stamm-Trafik kürzlich einmal nachgefragt, wieso das so sei, "und meine höchst kompetenten und freundlichen Trafikantinnen schilderten mir die Situation folgendermaßen":

Fahrscheine würden an Trafiken nicht geliefert, sondern müssten persönlich in der Zentrale der Wiener Linien gekauft werden. Und zwar ausschließlich an Mittwochen. Und dann dürfe man nicht kaufen, was man brauche, sondern nur vorgefertigte Pakete. Wenn ihr also, so Leser L.s Trafikantin, die Tages-Tickets ausgingen, könne sie die nicht einfach nachkaufen, sondern müsse wieder ein ganzes Paket mit verschiedenen Fahrscheinen erwerben. (Ihre Kolumnistin hat das bei den Wiener Linien nachgefragt: Ja, so sei es mit den Vertriebspartnern vereinbart.) An Mittwochen also stünden Trafikanten und Trafikantinnen in langen Schlangen vor den Schaltern, während in ihren Trafiken Arbeitskraft fehle.

Einmal, als ihr die Tickets ausgegangen seien, sei es der Trafikantin wegen einer kranken Mitarbeiterin an einem Mittwoch unmöglich gewesen, nach Erdberg zu fahren, sie sei deshalb am Donnerstag vorstellig geworden: Sie habe nicht nur keine Tickets bekommen, sondern wurde auch noch für den darauffolgenden Mittwoch straf-gesperrt.

Deshalb habe sie sich entschlossen, in ihrer Trafik keine Fahrscheine mehr zu verkaufen. Man hat dafür Verständnis.

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