über 'Devious Maids'
04/08/2014

Wer putzt das Blut weg?

von Guido Tartarotti

Wieder einmal muss jeder ein dunkles Geheimnis haben.

Guido Tartarotti | über 'Devious Maids'

Die im ORF angelaufene US-Serie "Devious Maids" (auf Deutsch: hinterlistige Hausmädchen) ist nicht ganz so gut wie ihr Ruf, aber immer noch alles andere als schlecht (im Seriengenre sind die Amerikaner unschlagbar gut, weswegen das ewige Sudern gegen die "amerikanischen Serien" auch so unsinnig ist – das sind einfach die besten). Die Idee, die Konflikte zwischen gelangweilten Reichen und ihren Hausangestellten zum Thema zu machen, ist schön. Leider bleibt die Handlung erstaunlich nahe am Klischee. Aber es gibt gute, satirische Gags: Die Dame des Hauses bedauert die Ermordung ihres Dienstmädchens deshalb, weil jetzt niemand mehr da ist, der das Blut wegputzen kann. Das ist ein hübsches Paradoxon: Denn wäre das Dienstmädchen nicht ermordet worden, gäbe es auch keinen Blutwegputzbedarf. Dass das Vorbild "Desperate Housewives" war, ist überdeutlich zu merken: Wieder einmal muss jeder ein dunkles Geheimnis haben. Dennoch: das ist gute TV-Unterhaltung.

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