über krank vor dem TV
02/19/2013

Verkäsung

von Guido Tartarotti

Ist man krank, ist man müde, kann aber meist nicht schlafen. Also versucht man, fernsehend, die Zeit totzuschlagen.

Guido Tartarotti | über krank vor dem TV

Eine interessante Versuchsanordnung: Wie wirkt sich grippebedingte Hirnverkäsung auf die Wahrnehmung des Fernsehens aus? Ist man krank, ist man müde, kann aber meist nicht schlafen. Also versucht man, fernsehend, die Zeit totzuschlagen (die übrigens nicht stirbt, egal, wie viel man auf sie einschlägt).

Die vierte Staffel von „Californication“ gewinnt unter Grippeeinfluss an Charme dazu – offenbar passen die Viren gut zum Aggregatzustand der dauerrauschigen Hauptfigur Hank Moody. Auch „The Big Bang Theory“, die man bisher scheußlich blöd fand, passt auf einmal hervorragend zur eigenen gedanklichen Leistungsfähigkeit. „Two And A Half Man“ dagegen, sonst ein sicherer Stimmungsaufheller, nervt – die hektische Genialität von Alan-Darsteller Jon Cryer macht Kopfweh. Interessant auch: Die „Familie Putz“ quält auf einmal doppelt so stark, während man den FC Wohlenegg niedlich findet. Und wofür wirbt das zähe „Hoamatgfüh“ eigentlich? Für Käse?

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.