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18.01.2013

Untergang mit Stil

Im Vergleich dazu ist das RTL-Dschungelcamp absoluter Kontrastgewinner.

Guido Tartarotti | über "Austria's next Topmodel"

Die Show „Austria’s next Topmodel“ (lustigerweise liest sich das Logo wie „Topfmodel“) gehört sowieso zum Quälendsten, was das Fernsehen zu bieten hat. Höhepunkt des Schwachsinns ist in jeder Staffel das sogenannte „Umstyling“: Die Kandidatinnen müssen zum Friseur und beginnen deshalb hysterisch zu weinen und zu quietschen. Und so was will man sehen?

Im Vergleich dazu ist das RTL-Dschungelcamp absoluter Kontrastgewinner. Erwachsene Menschen erklären sich freiwillig bereit, Maden zu essen. Was soll daran verwerflich sein? Allein die Szene, wie Olivia dem Joey erklärte, dass sie einen Penis besitzt, war lustiger als alle Topfmodel-Staffeln zusammen.

Apropos: In Radio Wien hieß es, angesagte Ball-Mode heuer sei Kleidung im Titanic-Stil, also im Stil der Dreißigerjahre. Wahnsinn, was die Menschen auf der Titanic alles konnten – vor dem Untergehen errieten sie noch, wie die Mode zwanzig Jahre später aussehen würde.