über 'Schauplatz Gericht'
11/15/2013

Nicht einmal die Hand

von Guido Tartarotti

Eine Lehre aus dieser wirklich ausgezeichneten Sendung - es ist vielleicht eine gute Idee, gleich die erste Unhöflichkeit wegzulassen.

Guido Tartarotti | über 'Schauplatz Gericht'

Am Schauplatz Gericht“ ist eine von diesen Sendungen, die ich mir nie anschauen will, aber wenn ich zufällig reinstolpere, bin ich fasziniert und kann nicht mehr aussteigen (die beiden anderen sind „Schlagernacht am Wörthersee“ und „Messer, Gabel, Herz“, aber aus anderen Gründen).

Am Schauplatz Gericht“ ist hinreißend gut gemacht, doch tief traurig. Wie unendlich viel muss schiefgegangen sein, bis ein Vater und sein Sohn einander vor Gericht nicht einmal mehr die Hand geben? Wie müssen Menschen charakterlich verfasst sein, dass sie, wegen eines Streits um einen zu laut krähenden Hahn, gewalttätig werden?

Es ist erstaunlich, wie oft etwas, das mit einer kleinen Unhöflichkeit begonnen hat, vor Gericht, im Spital oder auf dem Friedhof endet.

Insofern – eine Lehre aus dieser wirklich ausgezeichneten Sendung – ist es vielleicht eine gute Idee, gleich die erste Unhöflichkeit wegzulassen.

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