über "Universum" und "Report"
07/17/2013

Mensch und Garnele

von Guido Tartarotti

Wenn’s heiß ist, wird man genügsam. Man schraubt sich vor dem Fernseher auf die Couch ...

Guido Tartarotti | über "Universum" und "Report"

Wenn’s heiß ist, wird man genügsam. Man schraubt sich vor dem Fernseher auf die Couch, zu matt, dem Leben noch größere Abenteuer abzuringen, und schaut zum Beispiel ein „ Universum“ über das Leben der Tiefseegarnelen. Die haben auch nicht viel zu tun, die Tiefseegarnelen, sie schwimmen ein wenig in der Tiefsee hin und her, fressen und werden gefressen, und manchmal geraten sie in eine heiße Quelle auf dem Meeresgrund und werden gekocht. Und man denkt sich, blöd, dass es dort unten nicht Karotten, Orangen, Kokosmilch, Ingwer und Knoblauch gibt, sonst hätte man jetzt eine feine Suppe. Aber es wäre ja auch niemand dort, um sie zu essen. Eine schöne Doku war das, doch!

Und dann ist man plötzlich wieder hellwach: Eine hervorragende „Report“-Reportage über Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern pflegen müssen – berührend und gescheit gemacht, völlig unsentimental und unkitschig, und genau deshalb packend. So geht das!

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