über Personalentscheidungen im ORF
05/06/2014

Keine Wahrnehmungen

von Philipp Wilhelmer

Was für eine Parabel auf den entpolitisierten ORF!

Philipp Wilhelmer | über Personalentscheidungen im ORF

Im Dialekt spricht es sich offener. Den jüngsten Beweis lieferte der Kärntner ORF-Stiftungsrat Siggi Neuschitzer, der in einem Interview mit dem Kärntner Monat eine Offenherzigkeit an den Tag legte, die wohl nicht für ferne Wiener Ohren bestimmt gewesen sein dürfte. In der Zeitschrift plauderte Neuschitzer aus dem Nähkästchen, wie die Entscheidungsfindung zur Wahl der Kärntner Landesdirektorin Karin Bernhard seiner Erinnerung nach verlief: "Wrabetz hat mich gefragt, wen von den Kandidaten ich nehmen würde. Ich habe gesagt die Bernhard, die kommt aus einem roten Elternhaus, ist mit einem Schwarzen verheiratet und konnte auch mit Haider – ist also überparteilich." Was für eine Parabel auf den entpolitisierten ORF!

Vervollständigt wurde die Anekdote von einem Satz des ORF-Generaldirektors, der so direkt ins Archiv wandern sollte: Er habe "keine Wahrnehmungen " über Vorgaben aus Parteien, sagte Alexander Wrabetz. Bei so viel Ehrlichkeit auf allen Seiten kann nichts mehr schiefgehen.

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