Meinung | Kolumnen | Im Bild
01.03.2015

Induziertes Lümmeln

Man macht sich fast Sorgen um das skrupellose First Couple.

| Über "House of Cards"

Wie verbringt der moderne Mensch ein graues Wochenende? Am besten mit der allerbesten Serie der Welt, meint ihr Kritiker und hat sich für Sie (Hand aufs Herz: auch für sich) die ersten Folgen der neuen Staffel von „ House of Cards“ angesehen. Lektion eins: Die Macht ist nur so groß, wie der Hebel, den man in Händen hält. Frank Underwood ist zwar endlich Präsident der Vereinigten Staaten, aber die Schuhe, die ihm sein Vorgänger hinterließ, scheinen aus Beton zu sein – und zu verlieren hat derzeit nur einer etwas: er selbst. Nach drei Folgen haben weder Underwood noch seine Frau Claire einen Fuß auf den Boden bekommen. Man macht sich fast Sorgen um das skrupellose First Couple. Wird schon!

Gezeigt wird die Serie hierzulande übrigens auf der Onlineplattform von Sky (die sich aus irgendeinem Grund „Go“ nennt, wiewohl sie eher zum Lümmeln anstiftet). So viel Schwermut lässt zwischen Sofa und Bett irgendwann zur Comedy zappen. Tipp: „Silicon Valley“ ist das bessere „Big Bang Theory“. Weiterlümmeln!