Meinung | Kolumnen | Im Bild
02.01.2012

Im Bild: Ins Loch owig’schaut

Wir reden so lange von Skispringen in Höchstkultur, bis Armin Kogler endlich jede seiner sinnentleerten Phrasen totgeredet hat.

Der ORF strahlt gewisse Sendungen mit der "akustischen Bildbeschreibung im Zweitonkanal für Blinde und Sehbehinderte" aus – was den Begriff "Fernsehen" ein bissl ad absurdum führt, aber andererseits selbstverständlich eine löbliche Sache ist.

Freilich weiß man ohne Bilder nicht immer gleich, worum’s geht. Hier ein paar aufgeschnappte Sprachfetzen aus Garmisch, bitte raten Sie munter mit, was gemeint sein könnte:

"Er reitet von vorn bis hinten dem Sprung hinterher."

"Er hat zu viel aufgerissen mit dem Oberkörper."

"Er ist nicht in der Lage, den Tisch punktgenau zu erwischen."

"Hoffentlich bleibt’s so, dass es halbwegs gleich bleibt für alle."

"Der Wind ist das berühmte Salz in der Suppe."

"Jo, do schaust ins Loch owi, des is’ ziemlich weit."

"Der ist stockerlverdächtig mit dieser Granate."

"Er hat fast ein bissl touchiert mit dem Hintern."

Also?

"Wir reden von Skispringen in Höchstkultur."

Und zwar so lange, bis Armin Kogler endlich jede seiner sinnentleerten Phrasen totgeredet hat.

 



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