Im Bild: In die Goschen

Guido Tartarotti
Foto: KURIER

Promi-Boxen auf ProSieben: Boxkämpfe haben immer etwas leicht Ekelhaftes an sich.

Promi-Boxen auf ProSieben: Respekt, Respekt, Respekt für die angetretenen Viertelberühmtheiten, die zum größten Teil diversen Dschungelcamps entsprungen sind. Da wurde erstens ziemlich gut und zweitens erstaunlich hart geboxt. Jeder, der ein Mal im Leben auch nur hobbymäßig ein bisschen Sparring gemacht hat, der weiß, wie anstrengend dieser Sport ist und wie weh so eine Faustwatsche tun kann. Insofern größte Hochachtung zum Beispiel für Micaela Schäfer, die in ihrem Kampf nach einer verheerenden Schlagkombination, die so manchen Mann flachgelegt hätte, tapfer weitergekämpft hat.

Boxkämpfe haben ja immer etwas leicht Ekelhaftes an sich: Menschen hauen einander die Goschen ein, am Ring sonnt sich die Halbwelt im Schweinwerferlicht, vom Blut- und Schweißgeruch rammlert gemachte, viel zu kalt angezogene Dumpftussis kreischen und kieren dabei.

Diesmal kam noch was Grausliches dazu: Während die Kämpfe der männlichen Promis mit billigem Pathos als testosteronschwere Frage-der-Ehre-Spektakel vermarktet wurden, ging es im Umfeld des Damenkampfes ausschließlich um Oberweiten und Bekleidungsfragen. Ziemlich tief, das Ganze.

(kurier) Erstellt am
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