über den Start von "Die große Chance"
09/13/2014

Große Chancen

von Philipp Wilhelmer

Man kann seine Freitagabende wirklich schlechter verbringen

Philipp Wilhelmer | über den Start von "Die große Chance"

Nicht jedem ist so eine Karriere vergönnt: "Schlagerstar, ,Dancing Star‘. Ab heute: ,Die-Große-Chance‘-Inventar", reimte Moderator Andi Knoll am Freitagabend, als er Sängerin Petra Frey ankündigte. Die dürfte sich im Großen Sendesaal des ORF langsam auskennen, Urgestein Peter Rapp sowieso. Außerdem neu im Team: RTL-Star Larissa Marolt und der im deutschen Privatfernsehen gerade verdächtig unterbeschäftigte Oliver Pocher. Mit dieser Besetzung lief die neue Staffel der Casting Show am Freitagabend auf ORFeins sehr solide an: Wer Pocher sah, musste lachen. Und was Pocher sah, brachte ihn zum Lachen.

Frey und Rapp zeigten sich als ein Herz und eine Seele, was zotige Witze angeht. Und Larissa: Die kann so gut Marolt wie keine. Man kann seine Freitagabende also wirklich schlechter verbringen. Außerdem: Die "Große Chance" ist eine der wenigen Sendungen, in denen man mögliche internationale Stars der Zukunft (Conchita Wurst!) ein bisschen mitentdecken darf.

Apropos Entdeckung: Alice Tumler wäre eigentlich die logische Moderatorin für den Song Contest im kommenden Jahr. Sie kann Fremdsprachen (das ist im ORF ja so eine Sache) und hat dank dem Casting-Spektakel einiges an Show-Erfahrung. Reicht das für ihre große Chance auf der Europabühne? Nach Conchita Wurst könnte Fernsehdirektorin Kathrin Zechner jedenfalls ein weiteres Talent fördern, von dem später alle reden werden.

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