über Eugen Freund
11/11/2013

Freund der Nation

von Philipp Wilhelmer

Die Nation sorgte sich um ihren Freund, dieser pokerte und die ORF-Führung ließ sich zu einem halben Kompromiss herab.

Philipp Wilhelmer | über Eugen Freund

Die Nation bangte tagelang mit Eugen Freund: Mitte der Woche machte er öffentlich, wie schäbig die ORF-Führung mit ihm umzugehen plane („Opfer des Sparpakets“), die Sonntags-„Zeit im Bild“ sei seine letzte und überhaupt sei das Ganze doch keine Art, bitteschön. Die Nation also sorgte sich um ihren Freund, dieser pokerte und die ORF-Führung ließ sich zu einem halben Kompromiss herab, der vor allem ihr nutzt, weil sie sich eh nicht entscheiden kann, wer ihm nachfolgen soll.

Der zu Pensionierende darf nun also bis Jahresende weitermoderieren und bekommt seinen Resturlaub ausnahmsweise ausbezahlt. Was für ein Deal!

Freund ist offenbar wild entschlossen, in der verbliebenen Zeit live seine Abmoderationen zu proben. Wäre am Sonntag wirklich seine letzte „ZiB“ angestanden, wäre er mit folgenden letzten Worten in die ORF-Annalen eingegangen: „Da würde mir auch eine Kandidatin einfallen, sie sitzt neben mir. Aber: Ich muss jetzt eine Schneewarnung ausgeben.“ Und jetzt das Wetter.

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