über Krimi-Serien
07/12/2013

Feierabendmorde

Dass Krimi-Serien spannend sein sollen, scheint überhaupt ein ganz großes Missverständnis zu sein.

Anna Gasteiger | über Krimi-Serien

Es gibt so grob geschätzt drei Serien im Fernsehen. In einer spielt Charlie Sheen mit. In der zweiten spielt Charlie Sheen nicht mit, man hört aber trotzdem hysterisches Gelächter im Hintergrund. Und in der dritten laufen schlecht gekleidete Anzugträger durch amerikanische Großstädte und untersuchen Leichen. Vor allem Letztere ist ein Phänomen (um den Eindruck der Eintönigkeit zu vermeiden, wird sie unter verschiedenen Titeln ausgestrahlt: z. B. „Criminal Minds“, „Navy CIS“ etc.).

Schön anzusehen – wie das im ewigen Sonnenuntergang liegende „ CSI Miami“ –? Nein. Gut gespielt? Fehlalarm. Spannend? Na ja.

Dass Krimi-Serien spannend sein sollen, scheint überhaupt ein ganz großes Missverständnis zu sein. Die erfolgreichsten Vertreter des Genres zeigen sich durch besondere Berechenbar-, ja Behäbigkeit aus. „Rosenheim Cops“ zum Beispiel. Jeden Donnerstag ... gähn ... Reichweiten- ... schnarch ... Bestwerte. Es ist halt kaum etwas so beruhigend wie ein netter, kleiner Feierabendmord.

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